09. März 2014 Ute Brückner

Alternativer Frauentag

Foto: Ute Brückner

Nein, ein alltägliches Bild war es nicht, das sich dem Publikum bot. „Ob die wohl verrückt geworden sind“, werden sich manche gedacht haben. „Die“, das waren am 7. März 2014 Annelore Herold, Ute Büning und Ute Brückner, die den Spieß einfach umdrehten und zum Frauentag forderten: „Wir kämpfen für die Gleichberechtigung der Männer“. Mit Bollerwagen, gepackt mit Piccolos, roter Brause, Wasser, Saft und Rotwein, dekoriert mit Losungen und Blechbüchsen ging es vom politiKKontor ab 10 Uhr für zwei Stunden durch die Stadt.

An attraktiven Plätzen wurde Halt gemacht und das von Ute Büning auf die Melodie „Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn…“ getextete Lied gesungen. Eine Strophe lautet zum Beispiel: „Warum bekommt die Frau so viel mehr Geld als ich? Die Arbeit die Gleiche, der Lohn ist es nicht. Hola, die…“ Der Text ist natürlich satirisch gemeint. Er richtet sich nicht gegen die Männer sondern auf die benachteiligten Verhältnisse für Frauen. In diesem Sinne mussten auch die Losungen unter der großen Überschrift „Wir kämpfen für die Gleichberechtigung mit den Frauen“ verstanden werden. So gab es Losungen wie: „Schutz vor häuslicher und sexueller Gewalt – Einrichtung eines Männerhauses; gerechte Männerquote 50 Prozent in allen städtischen Aufsichtsräten; Mehr Planstellen für Männer in Pflegeheimen, Grundschulen und Discountern; KiTas für Soldatenkinder auch im Einsatzgebiet Mali.

Die Situation der politischen Einflussnahme in der Stadt Zwickau sieht gegenwärtig so aus: Von 48 Stadträten sind sieben Frauen. Den größten Frauenanteil hat die Fraktion DIE LINKE. Dieser Marsch durch die Stadt hat doch Wirkung hinterlassen und zum Nachdenken angeregt und für einen umfassenden Bericht in der Freien Presse gesorgt. Für die Unterstützung der Aktion möchten wir uns herzlich bedanken.

 

Kategorien: Zwickau

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