26. Februar 2015

Arbeitsmarktentwicklung bietet keinen Grund zur Zufriedenheit

"Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bietet keinen Grund zur Zufriedenheit. An Langzeitarbeitslosen und Älteren geht der Aufschwung vorbei. Nach wie vor gibt es zu viele Billigjobs. Die Regierung unternimmt zu wenig, um gegenzusteuern. Statt der Aushöhlung des Mindestlohns und weiteren Kahlschlags in der Arbeitsmarktpolitik brauchen wir eine Initiative für mehr gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze", erklärt Sabine Zimmermann zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit. Die stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stagniert auch im Monat Februar und liegt bei über einer Million. Die Kürzungen in der Arbeitsförderung der letzten Jahre haben daran maßgeblichen Anteil. Die Förderung wurde hier nahezu halbiert. Die Regierung muss umsteuern. Die angekündigten Schmalspurprogramme der Arbeitsministerin greifen viel zu kurz.

Sie sollte zudem die positive Arbeitsmarktentwicklung nutzen, um den Mindestlohn ohne weitere Zugeständnisse durchzusetzen und dann schnell und ohne Ausnahmen auf zehn Euro zu erhöhen. 1,3 Millionen Erwerbstätige, die laut Februarbericht ihr Einkommen mit Hartz IV aufstocken, und 2,5 Millionen Beschäftigte mit einem Zweitjob sind ein deutlicher Handlungsauftrag."

Kategorien: Sozialpolitik

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