20. November 2014 Christine Körner

Bürgerforum zu Ordnung und Sicherheit in Lichtenstein

Eine gelungene Veranstaltung fand am 13. November 2014 im Lichtensteiner Frauenzentrum statt. Der Ortsverband der LINKEN hatte gemeinsam mit der Fraktion und dem dfb zu den Themen Ordnung und Sicherheit in Lichtenstein und Umgebung zum Bürgerforum eingeladen.

Gäste waren der Leiter des Ordnungsamtes, Herr Fritzsche, die Polizeioberkommissarin vom Polizeirevier Glauchau, Frau Ortmann, der Bundespolizist, Herr Reichel, und der Polizeihauptmeister vom Lichtensteiner Polizeiposten, Herr Stiegler. Die Moderation übernahm Genossin Schnabel.

Der Veranstaltungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die unterschiedlichsten Anliegen wurden von den Bürgern vorgetragen. Dabei spielte die Präsenz von Ordnungskräften bei bestimmten Vorkommnissen und auch Straftaten eine große Rolle. Die allgemeine Meinung war, dass nach Meldung eines Vorganges bis zum Eintreffen der Sicherheitskräfte viel zu viel Zeit vergeht. Der Täter kann man so nicht mehr habhaft werden.

Frau Ortmann erläuterte die Strukturen des Polizeireviers Glauchau mit den Polizeistandorten Limbach-Oberfrohna und Hohenstein-Ernstthal sowie dem Polizeiposten Lichtenstein. Sie verwies auf die stundenweise Besetzung der Außenstellen und betonte: „Wir sind dankbar für jeden Hinweis. Gerade in Lichtenstein sind die beiden Kollegen vom Polizeiposten bestens bekannt. Wer etwas hat, kann einfach auf beide zugehen.“

Die anwesenden Bürger zeigten sich damit nicht einverstanden, da sie glaubten, nicht genügend gegen Täter geschützt zu sein. Dem widersprach Frau Ortmann und verwies auf die hohe Aufklärungsrate.

Weitere Fragen gab es zu Maßnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität im Zusammenhang mit Drogen. Frau Ortmann ist in Schulen, Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen unterwegs und konnte sehr anschaulich ihre Arbeit in der Prävention darstellen. Gleichzeitig appellierte sie  an Eltern und Großeltern, bei Verdacht auf Drogenmissbrauch ihrer Kinder und Enkel sich professionelle Hilfe zu holen.

Weitere Fragen gab es zu Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen. Zum Stand der Unterbringung und Versorgung im Landkreis Zwickau erhielten die Fragesteller Auskunft.

Herr Reichel erläuterte sehr eindrucksvoll die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Landes- und Bundespolizei und untermauerte dies anschaulich an geeigneten Beispielen.

Herr Fritzsche gab einen allgemeinen Überblick zur Situation im Bereich Ordnung und Sicherheit in Lichtenstein und Umgebung. „Im Moment wird sich häufig über Feuerwerksknallerei, speziell an Wochenenden, beschwert. Um festzustellen, wer das ist, brauchen wir aber die Hilfe der Bürger. Geben diese keine gezielten Hinweise, können wir kaum etwas tun.“ Die Bürger bat er um Mithilfe und Hinweise, um als Amt schnellstens auf Missstände reagieren zu können.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass die Bürger aufgeschlossen das Geschehen in ihrer Stadt verfolgen. Ähnliche Foren werden wir mit weiteren Partnern zu interessierenden Themen durchführen.

Kategorien: Lichtenstein

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