18. Februar 2016 Michael Berger, jugendpolitischer Sprecher

Das ist unsere Zeit!

Anfang Februar besuchte ich ein Intensivseminar des Kommunalpolitischen Forum Sachsen e. V. zum Thema "Teilhabe junger Menschen in der Kommune". In gemütlichen Runden gab es hier Gelegenheit zur Vernetzung und verschiedene Aufgaben sowie Arbeitsweisen von Jugendparlamenten  kennen zu lernen. Klar wurde hierbei auch, dass es durchaus Kommunen gibt, in denen ein "Jugendparlament" nur schmückendes Beiwerk ist und es nach wie vor in einigen Städten an einem Umfeld fehlt, welches der Jugend Vertrauen einräumt. Hier bietet sich bestimmt ein Ansatzpunkt um als linksjugend den Finger in die Wunde zu legen.  Der Begriff Jugendparlament wird bewusst so allgemein gewählt, da es hier nicht wie bei einem Stadtrat eine einheitliche Bezeichnung für die Teilhabe junger Menschen gibt.

Vor diesem Seminarwochenende stand das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus an. Seit 1997 wird dieses am Tag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die rote Armee, am 27.Januar begangen. Beruflich war es mir und anderen leider nicht möglich zu partizipieren. Umso wichtiger war es, dass parteiübergreifend der ein oder andere den Weg fand. Danke dafür - wir als Jugend fühlen uns dem Erinnern und Gedenken verpflichtet und werden auch immer Gesicht zeigen, wenn dies nötig ist.

Folgerichtig war ich auch in Dresden, um bei mehreren Kundgebungen und einer Demonstration klare Kante gegen die Neu-Rechten von Pegida und Co. zu zeigen. In mehreren Redebeiträgen wurde intensiv auf Ursachen und Probleme der aktuellen Wertekrise eingegangen und klar aufgezeigt, dass daran keinesfalls Geflüchtete Schuld tragen. Wenngleich die Pegida's nach wie vor in der Überzahl waren, war es angenehm zu beobachten, dass die Menschen mit "linker" Haltung nicht schweigen und einiges Potential in ihnen schlummert. Wie schon bei den Anti-Nazi Protesten zum 13. Februar vor einigen Jahren scheint auch hier Vernetzung der Schlüssel zum Erfolg. Vergessen wir doch einfach mal interne Streitereien und fassen das Ziel einer Anti-rassistischen, sozialen Gesellschaft ins Auge, vernetzen uns mit Gewerkschaften, Einzelinitiativen und Personen und über Parteigrenzen hinweg und agieren gemeinsam. Allerdings sollten wir vor lauter Aktionismus unsere politische und aufklärerische Arbeit nicht vergessen. Denn so ungern es auch in unseren Kreisen gehört wird - nicht nur radikale Nazis marschieren bei Pegida und AfD mit. Nein auch verunsicherte Personen. Einiges an Angst und Gerüchten ist hier mit einem kurzen Gespräch und Fakten aus der Welt geschafft. Unerwähnt soll nicht bleiben, dass einige MitstreiterInnen unseres Kreises auch montags in Dresden Gesicht zeigen und auf dem Dresdner Theaterplatz für eine offene Gesellschaft demonstrieren. Danke dafür.

Das hier ist unsere Zeit - packen wir es an. Wir schaffen das!

Kategorien: Junge Linke Zwickau

Kommentare

Keine Kommentare zu diesem Beitrag

Hinterlassen Sie einen Kommentar