06. Februar 2013

Der Ortsverband Crimmitschau stellt sich vor

Übergabe ein es symbolischen Schecks in Höhe von 2000 Euro an den Vorsitzenden Heimatvereins

Der Ortsverband „DIE LINKE. Crimmitschau“ besteht aus 52 Genossinnen und Genossen, die in zwei Basisgruppen organisiert sind. Bei der letzten Kommunalwahl 2009 erhielten wir 18% aller abgegebenen Wählerstimmen, sodass wir mit fünf Abgeordneten im Stadtrat sowie mit zwei Abgeordneten im Gemeinderat von Neukirchen vertreten sind. Das sind Manuela Fahland (45), Lutz Gärtner (55), Peter Horn (47), Susann Sawatzki (28) und Wolfgang Spiegelberg (69) sowie Stefan Görner (58) und Eduard Spinka (81). Im Kreistag vertritt uns Ralf-Peter Napierala (5o). Zur Landtagswahl im gleichen Jahr erhielten wir 23% aller Wählerstimmen. Bei einem Rückblick auf Vergangenes sind wir heute noch stolz, dass es uns gelungen ist – gemeinsam mit anderen politischen Kräften – die Schließung des Julius-Motteler-Gymnasiums und der Grundschule Frankenhausen zu verhindern. Das gilt auch für den Zusammenschluss von Sparkasse und Sächsischer Landesbank, dessen negative Folgen noch heute spürbar wären. Als es um die Abschiebung einer kurdischen Familie ging, haben wir eine breite Solidaritätsbewegung geschaffen, bis hinein in die beiden großen Kirchen. Die weitestgehend selbständig agierende Basisgruppe Neukirchen wird von den Crimmitschauer Genossen tatkräftig unterstützt. Immer wieder muss uns bewusst sein, dass die Linke im Alleingang kaum noch etwas verändern kann. Der fortschreitende Alterungsprozess der Parteimitglieder erinnert ständig daran. Jüngstes Erfolgserlebnis war die Errichtung des Julius-Motteler-Denkmals, initiiert vom Heimatverein und durch uns mit einer Spendenaktion  entscheidend mitfinanziert. Der Blick richtet sich nun  auf Künftiges, wobei der Wahlmarathon 2013/14 sehr viel Kraft binden wird. Wählerstimmen gibt es aber nur für eine Politik, die von den Menschen als nützlich erkannt wird. Von der Öffentlichkeit werden wir zur Kenntnis genommen, schon durch unseren zur Tradition gewordenen Treff am 1. Mai eines jeden Jahres auf dem Taubenmarkt. Bis zu 50 Personen versammeln sich um den roten Pilz und tauschen nicht nur Erinnerungen aus. Zur jährlichen Gedenkveranstaltung am 27. Januar auf dem Crimmitschauer Friedhof stellten wir bisher immer die zahlenmäßig stärkste Abordnung, um am Denkmal für die Opfer des Faschismus ein Blumengebinde abzulegen. Sehr viel Kraft bringen wir auch auf für den Stabilisierungsprozess unserer Partei insgesamt. Seit nunmehr 2o Jahren halten wir Verbindung mit den Linken von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Jedes Jahr besuchen wir uns wechselseitig und tauschen Erfahrungen aus. Wir glauben, dass wir so dazu beitragen, die bestehenden Unterschiede zwischen Ost- und Westlinken allmählich abzubauen. Neben den schon genannten Genossinnen und Genossen gehören dem zehnköpfigen Ortsvorstand weiter an: Jens Ewert(37), Inge Gleißner(78), Wolfgang Gärtner(77), Barbara Jung(56), Heinrich Sawatzki(70) und Jürgen Schunn(58). Trotz teilweise unterschiedlicher Aufgaben besteht zwischen Fraktion und Vorstand weitestgehende Übereinstimmung der Auffassungen. Die gemeinsame Arbeit wird dadurch von kollektiver Verantwortung getragen und lässt einen Richtungsstreit gar nicht erst aufkommen. Auf dieser Grundlage leisten wir Partei- und Öffentlichkeitsarbeit auch ohne einen gewählten Vorsitzenden. Eine Verfestigung dieses Zustandes ist nicht wünschenswert, hat sich aber bisher noch nicht als entscheidender Mangel erwiesen. Unser Eintreten für den Erhalt des Crimmitschauer Textilmuseums hat leider nur zu einem Teilerfolg geführt, denn die finanziellen und personellen Kürzungen mindern Wert und Bedeutung dieser einmaligen Gedenkstätte. Sehr viel Kraft haben wir für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung aufgewendet, mit der Einwohner unserer Stadt zur Kasse gebeten werden. Auch hier nur ein Teilerfolg, denn diese Belastung wurde lediglich um ein Drittel gekürzt. Mit Leidenschaft haben wir den Kampf um den Verbleib der Kindertagesstätten in kommunaler Trägerschaft geführt. Das ist nicht gelungen, läßt uns aber nicht mutlos werden. Wenn wir am kommenden 8. März – wie in jedem Jahr – in der Crimmitschauer Fußgängerzone wieder 600 rote Nelken verteilen werden, wird sich „Die Linke“ erneut in Erinnerung bringen. Telefonkontakt zum Ortsvorstand: 03762/6784468.

 

 

Kategorien: Crimmitschau

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