11. Februar 2015

Fachkräftedebatte ernsthaft führen

Foto: Marcus Zumbansen

"Seit Jahren werden Drohszenarien an die Wand gemalt. Tatsache ist: Es gibt keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Vorhandene Fachkräfteengpässe in einzelnen Berufen hängen oft mit schlechter Bezahlung und Arbeitsbedingungen zusammen wie etwa in den Pflegeberufen. Hier müsste die Politik gegensteuern. Die Bundesregierung bleibt indes die Antworten schuldig", erklärt Sabine Zimmermann zum heute vom Bundeskabinett beschlossenen Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept. Die stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Meint es die Bundesregierung ernst, muss sie dafür sorgen, dass Erwerbslose nicht weiter abgeschrieben, Eingewanderte nicht benachteiligt und Flüchtlingen Perspektiven eröffnet werden. Aber sie will weder etwas am Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik ändern noch wirkungsvolle Maßnahmen zum Abbau der Diskriminierung von Migrantinnen und Migranten ergreifen. Und trotz einzelner Fortschritte gibt es noch keinen freien Zugang der Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt und der Arbeitsförderung. Ein Einwanderungsrecht, das nach wirtschaftlicher Nützlichkeit unterscheidet und begrenzt, lehnt DIE LINKE ab."

Kategorien: Sozialpolitik

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