25. Januar 2016

„Kurs liegt an, melde mich von der Brücke ab“

Foto: Marina Salzwedel

Mit diesen Worten schloss Andreas Salzwedel seine letzte, sehr emotionale Rede als Kreisvorsitzender. Nach 17 Jahren als Vorsitzender zunächst des Kreisverbandes Chemnitzer Land und dann des zusammengeschlossenen neuen Kreisverbandes Zwickau trat Andreas Salzwedel nicht wieder an. In seinem Rechenschaftsbericht des Kreisvorstandes machte er auch auf die aktuelle politische Situation in Deutschland aufmerksam und betonte wie wichtig es ist, gerade jetzt in schwierigen Zeiten Position zu beziehen, vor rechten Populisten und rechtem Terror nicht einzuknicken. Andreas Salzwedel dankte Wegbegleitern und den Genossinnen und Genossen für vielfach erwiesenes Vertrauen und Unterstützung und bat gleichzeitig die Anwesenden, den neuen Kreisvorsitzenden nicht an ihm zu messen. „Jeder muss seinen Weg und seinen Stil in der Funktion finden und dabei auch lernen.“ Sichtlich bewegt war am Ende seiner Rede nicht nur Andreas selbst, sondern auch zahlreiche Genossinnen und Genossen und so manche Träne musste weggedrückt werden.

An dieser Stelle sagt auch die Redaktion des Linken Blicks herzlich Dankeschön für die langjährige Zusammenarbeit, die nun nicht enden sondern lediglich in anderer Form fortgesetzt werden soll. Gleichzeitig wünschen wir Andreas für seine neue Aufgabe als Ombudsmann des Landesverbandes viel Erfolg und ein glückliches Händchen. In diese Funktion war er bereits im September letzten Jahres auf dem Landesparteitag in Neukieritzsch gewählt worden.

In einer langen Tagesordnung wählte der 7. Kreisparteitag neben den Delegierten zum Bundesparteitag sowie für die Landesseniorenkonferenz einen neuen Kreisvorstand. Spannend wurden die Wahlen dadurch, dass es sowohl für die Funktionen des Kreisvorsitzenden und der Schatzmeisterin jeweils zwei Bewerber bzw. Bewerberinnen gab. Sandro Tröger, der in seiner Bewerbungsrede deutlich gemacht hatte, welche Erfolge in gemeinsamer Arbeit beispielsweise während der Landratswahl 2015 möglich waren und dass er auch in Zukunft auf das Miteinander setzen wird, wird den Kreisverband die nächsten zwei Jahre als Vorsitzender führen. Ihm stehen Thomas Koutzky als Stellvertreter sowie Gudrun Forner als Kreisgeschäftsführerin zur Seite. Anke Dürer wurde mit über 80 Prozent als Kreisschatzmeisterin bestätigt. Ihre Mitbewerberin Eveline Meier wird sich in der Kreisrevisionskommission einbringen. Weitere Mitglieder des neuen und stark verjüngten Kreisvorstandes sind neben dem Mitbewerber um den Kreisvorsitz Sven Merbeth auch Ute Brückner, Simone Hock, Marlies Schnabel, Marlies Schneider, Nadezda Vetter sowie Heiko Döhler, Peter Reichel und Sascha Wünsch sowie der Jugendpolitische Sprecher Michael Berger an.

Nach der Wahl sagte Sandro Tröger auf Nachfrage: „Die Genossinnen und Genossen hatten die Wahl. Die Entscheidungen sind gefallen. Wir werden uns auch in den nächsten Jahren den gesellschaftlichen Problemen stellen und vor Ort Lösungen anbieten. Selbstbeschäftigung hilft nicht weiter, denn viele Menschen schauen auf uns als zweitstärkste politische Kraft im Landkreis und im Land Sachsen. Diese Menschen wollen, dass wir ihre Interessen vertreten und für ihre Interessen kämpfen.“ Die Fußstapfen sind groß, die Andreas Salzwedel hinterlässt, aber die Mannschaft um Sandro Tröger mit einer guten Mischung der Generationen sowie aus erfahrenen und neuen Mitgliedern ist fest geschlossen und lässt kontinuierliche Arbeit mit neuen Ideen erwarten.

Allen Gewählten herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

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