04. Mai 2014 Dr. Hans-Günter Wilhelm, Fraktionsvorsitzender Die LINKE/Bündnis 90/Die Grünen

Maifest in Wilkau-Haßlau

Foto: Simone Hock

Nach Jahren und auf Initiative unserer Vorsitzenden und Cheforganisatorin Steffi Müller hat die LINKE Anlauf genommen zu einer Maiveranstaltung auf dem Sachsenplatz in Wilkau-Haßlau.Von den Basismitgliedern, besonders den weiblichen, wurde hausgebackener Kuchen in verschiedenen Varianten vorbereitet, um auch den Gästen bei Kaffee und Kuchen den Einstieg ins Gespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat Wilkau-Haßlau und den Kreistag Zwickau zu erleichtern.

Auf große Reden wurde verzichtet. Diesen konnten am Vormittag auf dem Zwickauer Hauptmarkt gelauscht werden. Wir zogen die Karte der individuellen Gespräche. Als größte Hürde des Nachmittags erwies sich leider das Wetter. Das lässt sich, der Natur sei Dank, noch nicht instrumentalisieren. Aber einige interessierte Bürger und Sympathisanten fanden trotz alledem den Weg auf den Sachsenplatz.

Der Gesprächsbogen spannte sich von den Themen der Politik bis zu den vermeintlichen Niederungen des Kommunalen. Bekanntlich liegt die Krux im verflixtem Detail. Konstatiert wurde, wie erstaunlich schnell internationaler Fragen medial verschlissen werden. Nun habe die Ukraine das Pre, wen sollte da noch der in Syrien stattfindende Bürgerkrieg, der ins stocken geratene Demokratieprozess in Nordafrika oder gar das „befriedete“ Afghanistan interessieren. Das scheint keinen Bürger mehr hinter den Ofen hervor oder von der „Glotze“ weg zu locken.

Die Stadtratsmitglieder der LINKEN haben vor allem die Möglichkeit genutzt, resümierend über ihre Aktivitäten zu informieren und Ausblick auf zukünftige Vorhaben zugeben. Wichtig war in der zu Ende gehenden Wahlperiode die Konzentration der investiven Mittel auf den Bildungs- und Sozialbereich wie die Komplettsanierung der Dittes-Schule oder verschiedene Maßnahmen in den Kita's. Als Schwerpunkt für die nächsten Jahre sieht die LINKE die weitere Rekonstruktion der Commenius-Grundschule an. Leider vollzieht sich das z. Z. Nur scheibchenweise. Hauptsächlich ist das auch der Fördermittelpolitik des Freistaates im Schulsektor geschuldet und den knappen Mitteln der Kommunen.

Sehr am Herzen hat der Fraktion Die LINKE/Bündnis 90/Die Grünen die Jugendarbeit und deren Finanzierung gelegen. Die Fraktion hat sich hat sich auch demonstrativ mit einer Spende von 900 € an den Betreiberverein aus den Aufwandserhöhungen dazu bekannt. Uneingeschränkt hat die Fraktion den Umbau des alten Bahnhofes zu einem Jugend- und Kulturzentrum befürwortet, damit die Jugend in nächster Zeit eine vielseitig nutzbare Freizeitstätte erhält und der Bahnhof nicht dem Verfall preisgegeben würde.

Kritisch in den Gesprächen kam auch zum Ausdruck, dass manche Lösung in der Stadt sehr schleppend vorangeht So die Verbesserung des optischen Bildes durch Beseitigung von abrißreifen Häusern und alten Betrieben oder die Entwicklung neuer Wohnungsbaustandorte (Haaraer Straße). Es wurde auch klar benannt, dass das nur bürokratischen Abläufen geschuldet sein kann. Hier wird einfach mehr initiatives Handeln der Stadt eingefordert. Zu konstatieren ist, das ein Mehr an kommunaler Selbständigkeit eingefordert wird. Das setzt u. E. Aber wiederum voraus: Der Einzelne muss sich stärker in das Kommunale einbringen und das nicht  nur an Wahltagen.

Diesem Credo fühlen sich die Kandidatinnen und Kandidaten der LINKEN  verpflichtet und wollen sich so in den nächsten Jahren ins kommunale Geschehen einbringen.

 

 

Kategorien: Oberland

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