03. September 2015 Julia Stein, Stadträtin Glauchau

Syrischer Abend im Bioladen Ton und Korn

Wer derzeit die Nachrichten verfolgt oder einfach nur ein paar Minuten Radio hört, kommt an den negativen Schlagzeilen nicht vorbei. Fast jeden Tag gibt es Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte oder Berichte über tote Menschen bei den Fluchtwegen mit Schiffen oder Lkw,s.
Während viele Deutsche dies mit Entsetzen verfolgen, gibt es auch gleichzeitig immer mehr Personen, welche ihr Unzufriedenheit mit der Politik an genau diesen Menschen auslassen, die am wenigsten etwas für die Zustände können.
Mit Hass und verachtenden Parolen wird den Flüchtlingen entgegengetreten und sich dann über die mangelnde Integration beschwert.
Aufgrund dieser Vorfälle haben wir, der Kulturknall e.V. und der Bioladen Ton und Korn, uns für die vergangene Veranstaltung am Freitag entschieden. An dem Abend hatten alle Interessierten die Möglichkeit, mit den Geflüchteten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder Ängste zu äußern. Dies wurde von den Besuchern angenommen und so ist eine interessante Gesprächsrunde entstanden.
Wir sind der Meinung, dass der direkte Kontakt die beste Prävention gegen Gewalt und Hass gegenüber Flüchtlingen ist. Denn wer einmal die Geschichte eines Menschen hört, welcher aus seinem Heimatland fliehe musste und Details über die gefährliche Reise erfährt, beginnt vielleicht wieder menschlicher und emphatisch zu denken und zu handeln. Das ist unsere Hoffnung.
Der Abend im Bioladen hat gezeigt, dass es viele Menschen gibt, die Interesse an den Schicksalen der Asylsuchenden haben, helfen wollen und sich nicht plumpen Vorurteilen bedienen, Wir möchten uns bei den rund 80 Gästen bedanken, die mit uns den syrischen Abend verbracht haben. Auch dem sächsischen Flüchtlingsrat, welcher durch vielfältige Informationen geholfen hat, die bürokratischen Hürden bei der Integration der AsylbewerberInnen verständlich zu machen.
Eine Teilnehmerin hat an dem Abend einen Kommentar bei Glauchau kann mehr hinterlassen, welchen wir sehr zutreffend finden: “Nicht alle Menschen sind gut, nicht alle sind schlecht.“ In diesem Sinne sollten wir auch in Zukunft all den Menschen helfen, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen.

Kategorien: Glauchau, Junge Linke Zwickau

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