29. Februar 2016 Sabine Zimmermann, MdB

Vermögensverteilung immer ungleicher

Die Spaltung in arm und reich hat deutlich zugenommen. In Deutschland findet eine enorme Umverteilung von unten nach oben statt, die man deutlich anhand der offiziellen Statistiken ablesen kann.

Vereinten in Deutschland im Jahr 1998 die oberen 10 Prozent der Haushalte 45,1 Prozent des Nettovermögens auf sich, waren es im Jahr 2013 51,9 Prozent gewesen. Die unteren 50 Prozent der Haushalte verfügten im Jahr 1998 hingegen nur über 2,9 Prozent des Nettovermögens, dieser Anteil sank bis zum Jahr 2013 auf 1 Prozent.

Dies geht aus aktuellen Informationen zur Vermögensverteilung hervor, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereitgestellt werden. Diese Daten werden in den kommenden Armuts- und Reichtumsbericht eingehen, der dieses Jahr veröffentlicht werden soll. Die Datengrundlage für die Vermögensverteilung ist die alle 5 Jahre (zuletzt im Jahr 2013) durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) der amtlichen Statistik.  

Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. Dies ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Vermögende müssen entsprechend ihrer Leistungskraft zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Eine Steuer auf große Vermögen ist überfällig. DIE LINKE fordert eine Millionärsteuer, bei der die erste Million des Vermögens steuerfrei bleibt. Danach wird ein Steuersatz in Höhe von fünf Prozent erhoben. Für ein privates Geld- bzw. Immobilienvermögen von zwei Millionen Euro müssten demnach 50.000 Euro Steuern im Jahr bezahlt werden.

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